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Haarige Zeiten – Fellwechsel bei Hund und Katze

Die Bundestierärztekammer informiert über den Fellwechsel bei Hund und Katze

Berlin. Endlich ist der Frühling da – nach monatelanger Dunkelheit und Kälte können wir es kaum erwarten, unsere Wintermäntel einzumotten. Ganz ähnlich geht es unseren Hunden und Katzen: Den Winter über hat sie ein dickes Unterfell vor der Kälte geschützt, jetzt wird es jedoch überflüssig und lästig wie ein dicker Mantel und fällt aus.

Dieser Haarwechsel verläuft in einem jahreszeitlichen Zyklus mit zwei Höhepunkten im Frühjahr und im Herbst. Er ist erblich festgelegt, wird hormonell gesteuert und durch Tageslichtlänge und Temperatur ausgelöst – für Miez und Mops also eine ganz normale Sache, wenn da nicht dieser ewige Kampf gegen die umherfliegenden Fellbüschel und Haarknäule wäre, der Tierhalter mitunter verzweifeln lässt. Wer nicht gerade einen Pudel sein Eigen nennt, ist momentan im Dauer-Putzstress …

„Viele Hunde und Katzen haaren in geheizten Wohnungen mitunter das ganze Jahr über, doch kann man es sich und dem Tier jetzt in der Hoch-Zeit des Fellwechsels etwas leichter machen: Ein- oder besser sogar zweimal tägliches Bürsten fördert die Durchblutung der Haut, die losen Haare werden entfernt und das neue Fell wächst knoten- und filzfrei nach“, erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer.

Wichtig ist es, die Fellpflege auf das Haarkleid des Tieres abzustimmen: Für langhaarige Hunde und Katzen gehört ein Metallkamm mit abgerundeten Zinken zur Grundausstattung. Kunststoffkämme laden sich durch die Reibung besonders am Katzenfell noch stärker elektrisch auf, das ist für das Tier unangenehm. Für die Pflege langhaariger Hunde sind Borsten- oder Drahtbürsten geeignet. Bei Hunderassen mit Stockhaar (das ist mittellanges Deckhaar mit Unterhaar) wie dem Deutsche Schäferhund sollte regelmäßig und unabhängig vom saisonalen Fellwechsel die abgestorbene Unterwolle entfernt werden. Bei kurzhaarigen Hunden wird das Fell am besten mit einer Bürste mit Kunststoffborsten oder mit einem Gummistriegel gepflegt. Und weil Katzen beim Putzen mit der Zunge große Haarmengen verschlucken, ist es wichtig, Wohnungskatzen jetzt genügend Katzengras zur Verfügung zu stellen, damit sie die verklumpten Haare wieder auswürgen können.

Und auch die Ernährung des Tieres hat Einfluss auf den Fellwechsel: So kann ein Mangel an Stoffen, die für die Versorgung von Haut und Haarkleid notwendig sind, zu vermehrtem Haarverlust führen. Dazu zählen beispielsweise ungesättigte Fettsäuren, die Spurenelemente Zink, Kupfer und Jod, die Vitamine A und E oder Biotin.

Bei plötzlichem übermäßigem Haarausfall, besonders in Form von kreisrunden haarlosen Stellen, oder bei starkem Juckreiz sollte allerdings unbedingt ein Tierarzt konsultiert werden. In diesem Falle könnte eine Pilzinfektion, eine immunologische oder hormonelle Erkrankung der Auslöser sein und muss behandelt werden.

 

Bundestierärztekammer(BTK)


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